Angenommen, Sie fordern bei verschiedenen Internetdienstleistern, Agenturen und Webdesignern ein Angebot für eine TYPO3-Webseite an. Die Resonanz: Sie erhalten Angebote, bei denen sich die formulierten Gesamtkosten zwischen 500 und 3.000 Euro bewegen - und das für ein und dasselbe Projekt!

Das Beispiel haben wir absichtlich überspitzt, aber es kann durchaus vorkommen, dass sich Kostenangaben in Angeboten für TYPO3-Webseiten erheblich voneinander unterscheiden.

Wie kann das sein, wie kommt es zu so einer Diskrepanz? Welche Faktoren und Positionen sollten Auftraggeber und Dienstleister bei seriösen Angeboten berücksichtigen?

10 wichtige Faktoren, Fragen und Positionen für die Kalkulation einer TYPO3-Webseite.

In den folgenden zehn Punkten finden Sie einige objektive Kriterien, wie Sie als Auftraggeber die Qualität eines Dienstleisters schon im Angebot abklopfen und Angebote vergleichen können. Die Kriterien sehen wir übrigens unabhängig vom CMS-System und können damit auch auf andere CMS- oder Internetdienstleistungs-Angebote übertragen werden.

1. Erfahrung:

Welche Kompetenz und wie viele Erfahrungen besitzt der Anbieter in der Umsetzung von <acronym title="professionelles System zur Verwaltung von Websites" lang="en"><acronym title="professionelles System zur Verwaltung von Websites" lang="en">TYPO3</acronym></acronym>-Projekten und Webentwicklung allgemein? Gibt es Referenzprojekte, anhand derer sich der Auftraggeber ein Bild vom Leistungskatalog des Dienstleisters machen kann?

2. Konzeption und Projektierung:

Wie ausführlich wird die TYPO3-Seite vom Anbieter konzipiert? Ist ein genaues Anforderungsprofil, das auch für kleine Webprojekte selbstverständlich sein sollte, im Angebot enthalten? Gibt es eine exakte Auflistung der gesamten enthaltenen Leistungen?

3. Stundenkalkulation:

Welcher Stundensatz wird zu Grunde gelegt und wie hoch wird der zeitliche Einsatz vom Dienstleister geschätzt?

Hier kann es zu erheblichen Unterschieden kommen. Beispiel: Ein Student setzt zur Kostenkalkulation einen anderen Stundensatz an, als ein selbständiger Internetdienstleister oder eine Werbeagentur. Hier können dann beispielsweise 20 Euro Stundenlohn einem Stundensatz von 85 Euro und mehr gegenüber stehen.

4. Beratung, Updates und Follow Up:

Bei der Beratung, Programmierung/Entwicklung, beim Layout und auch nach der Fertigstellung sollte Ihnen der Dienstleister jederzeit detailliert Auskünfte erteilen. Steht Ihnen der Anbieter dafür und auch nach Fertigstellung zur Verfügung? Ist er weiterhin für Updates, Funktionsergänzungen und Fragen zu den üblichen Geschäftszeiten und zuverlässig erreichbar? Ist gewährleistet, dass der Dienstleister auch noch nach einem Jahr für Sie da ist?

5. Support:

Ist eine Gewährleistung für die Funktionen der TYPO3-Webseite gegeben? Gibt es allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) von Seiten des Anbieters?

6. Zertifizierung:

Ist der Anbieter für TYPO3 zertifiziert? Das ist eine wichtige Frage, denn TYPO3 ist ein mächtiges System mit einer eigenen Scriptsprache und komplexen Systemarchitektur. Die Zertifizierung für TYPO3 gewährleistet, dass der Anbieter sich in den vielen unterschiedlichen Bereichen der TYPO3-Funktionen auskennt.

7. Suchmaschinenoptimierung:

Wie genau wird die TYPO3-Seite für Suchmaschinenoptimierung (SEO) konfiguriert? Welche Beratung und Dienstleistung findet hier statt? Welche Kompetenz besitzt der Dienstleister in Sachen Suchmaschinenoptimierung?

8. Barrierefreiheit:

Wie werden die Aspekte der Barrierefreiheit und Benutzerfreundlichkeit bei der Umsetzung der TYPO3-Webseite schon im Angebot berücksichtigt?

9. Angebotsumfang und Hosting:

Ist das Angebot ein Komplettangebot oder kommen weitere Kosten hinzu? Was ist mit dem Serverhosting, Versionsmanagement und Security-Management der TYPO3-Installation?

10. Feinheiten:

Wie werden die vielen kleinen Feinheiten, die zu einer modernen Webseite gehören, im Angebot berücksichtigt? Beispiel: Druckansicht, Klickvergrößerung von Fotos, benutzerfreundliche Brotkrümelnavigation (Breadcrumb – „Sie sind hier….“), u.v.m.

Leistungsumfang und Qualität der Dienstleistungen können durch diese Faktoren also erheblich variieren.

Grafik und Design


Was die grafische Umsetzung angeht, gibt es weitere verschiedene Faktoren, die ein Angebot berücksichtigen sollte.

Gutes Design sorgt dafür, dass die Website …

  •     … modern und zeitgemäß aussieht,

  •     … sich in die Identität des jeweiligen Gesamtprojektes harmonisch integriert,

  •     … in den üblichen Browsern problemlos läuft und

  •     … besonders benutzerfreundlich bzw. barrierefrei zu bedienen ist.


Wie genau diese wichtigen Elemente im Design umgesetzt werden, sollte also auch schon im Angebot bzw. Projektprofil zu lesen sein.

Analog zur TYPO3-Programmierung spielt auch beim Design die Erfahrung des Dienstleisters eine große Rolle. Ein guter Dienstleister gibt Ihnen beim Webdesign viele wertvolle Tipps und Hinweise. Diese sorgen dafür, dass Ihre Website nach der Fertigstellung so aussieht, wie Sie es wünschen.

Gutes Webdesign passt zur Zielgruppe und sorgt für wirtschaftlichen Erfolg (z. B. neue Kunden). Ihr Dienstleister sollte Ihre Unternehmenskommunikation und –darstellung daher in Gestaltung und Text rüberbringen können.

Der Dienstleister kennt und informiert über die üblichen Softwarefehler der Browser und weiß, wie diese Darstellungsfehler umgangen werden können. Er kann Sie auf bekannte Fallstricke im Internet hinweisen und kennt allgemein viele Vorgaben, die für Ihren Erfolg im Internet wichtig sind.