11.08.2008

Webdesign - Definition Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Webdesign. (vom 23.10.2011)Tiefergehende Erklärungen erreichen Sie über die Links im Textfluss.

Webdesign (auch Webgestaltung) umfasst die Gestaltung, den Aufbau und die Nutzerführung von Websites für das WWW und das Interface-Design in diesem Bereich. Der Webdesigner hat dabei die Auf­gabe, die Kommunikationsziele des Auf­trag­ge­bers mit Hilfe der tech­ni­schen Ge­ge­ben­hei­ten um­zu­set­zen.

Gestaltung

Die visuelle Wahrnehmung von Webauftritten im Internet ist grundsätzlich abhängig von den allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der visuellen Kommunikation. Der Prozess der In­for­ma­tions­auf­nah­me durch den Be­nutzer/­Besucher wird we­sent­lich durch die gra­fi­sche Ge­stal­tung der Web­site gesteuert. Der Un­ter­schied zu Print­me­dien besteht sowohl in tech­ni­schen Be­gren­zun­gen als auch in der er­wei­ter­ten Funk­tio­na­li­tät des World Wide Web.

Neben dem professionellen Transport von Information und Corporate Identity geht es bei der Gestaltung von Websites um die Be­nut­zer­freund­lich­keit (Usability). Navigation und Aufbau der Websites sollen möglichst vielen Menschen entgegen kommen. Hier erfahren viele behinderte Menschen Nachteile, da sie Websites benötigen, die barrierefrei gestaltet sind. Die praktische Umsetzung einer weitgreifenden Be­nut­zer­freund­lich­keit schränkt entweder die ge­stal­te­ri­schen Mög­lich­kei­ten ein oder erfordert hö­he­ren Auf­wand in Technik und Gestaltung.

Werden in einem Hy­per­text zu viele Wahl­mög­lich­kei­ten durch Links ge­geben, kann dies au­ßer­dem zu einer Kon­fu­si­on beim Nutzer, dem so ge­nann­ten Lost in Hy­per­space führen.

Zur Be­nutzer­freund­lich­keit kommt die For­de­rung der Zu­gäng­lich­keit (Accessibility), z.B. durch Ver­mei­dung von Tech­ni­ken, die In­for­ma­tio­nen nur mit einem be­stimm­ten Web­brow­ser erreichbar machen, oder durch das Schaffen von (Text-)Alternativen zu multimedialen Inhalten. Flash und andere Brow­ser-Er­wei­te­run­gen müssen des­wegen nicht grund­sätz­lich ver­mie­den werden, es sollte jedoch si­cher­ge­stellt sein, dass der In­halt ohne diese Tech­ni­ken voll ab­ruf­bar bleibt.

Ein wichtiger Aspekt beim Web­design ist eine kor­rek­te Text­aus­zeich­nung und Kennt­nisse in Web­ty­po­gra­fie. Auf­grund der zurzeit noch we­sent­lich schlech­te­ren Auf­lö­sungen von Bild­schir­men ge­gen­über Print­me­dien werden oft spezielle, auf die An­zei­ge am Bild­schirm op­ti­mier­te Schrif­ten ein­ge­setzt.

Während Webseiten für die Brow­ser-Ge­ne­ra­tio­nen 4 (Netscape 4 und Internet Explorer 4) noch sehr un­ter­schied­lich ge­schrie­ben wurden und Brow­ser­wei­chen er­for­der­lich waren, kann der Web­ent­wick­ler in den ak­tuel­len Ver­sio­nen (Mozilla Firefox, Internet Explorer, Opera, Kon­que­ror, usw.) eine mehr oder weniger weit­ge­hen­de Un­ter­stüt­zung der Stan­dards des W3C erwarten.

Client- und serverseitige Entwicklung

Programmcode zur Steuerung und zur äußerlichen Erscheinung der Website lässt sich entweder durch serverseitige Skriptsprachen wie PHP, Python, Perl, ASPNet, ColdFusion oder JSP (Java Server Pages) ausführen oder durch weitgehend clientseitige Erweiterungen wie Flash, Silverlight, Java oder JavaScript. Es besteht die Möglichkeit, client- und serverseitige Technologien zu kombinieren, bei­spiels­wei­se PHP und Flash, um die Vorteile beider nutzen zu können. Dabei sollte darauf geachtet werden mit clientseitigen Erweiterungen sparsam umzugehen, da oft die notwendigen Plugins beim Benutzer nicht vorhanden sind oder JavaScript aus Sicherheitsgründen abgeschaltet wurde.

Tendenzen und Trends

Auch im Webdesign gibt es immer wieder Tendenzen zu speziellen Technologien zu beobachten, oder auch Trends die von den Webdesignern verstärkt verfolgt werden. Dabei finden sowohl proprietäre als auch quelloffene und freie Technologien überzeugte Anhänger. In den letzten Jahren werden jedoch verstärkt wieder quelloffene und freie Technologien, die sowohl vom W3C als auch von der WHATWG überwacht und freigegeben werden, verfolgt und verstärkt implementiert.

Trends sind jedoch nicht nur bei den verwendeten Technologien zu finden, auch im Bereich der Art und Weise wie Websites und die dazu passenden Logos aussehen sind klare Vorlieben auszumachen. Dabei spielt das beliebte Kunstwort Web 2.0 bis dato eine gewichtige Rolle

Webdesign und Printlayout

Webdesign und Printlayout unterscheiden sich in Gestaltung oder Präsentation einer Publikation.

Ein großer Unterschied zu den Printmedien ist die herangezogene Maßeinheit. Während im Printbereich mit absoluten Einheiten (z. B. metrischen Einheiten) und einer bekannten definierten Größe des Mediums gearbeitet wird, ist beim Webdesign die Größe und Beschaffenheit des Ausgabemediums nicht bekannt. Jedoch gibt es im Web absolute und relative Maßeinheiten, des Weiteren sogar Mischungen dieser.[6] Weit verbreitet ist die Verwendung der pseudoabsoluten Maßeinheit Pixel. Pseudoabsolut, da ein Pixel je nach Ausgabegerät eine variierende Größe aufweist. Von vielen Webdesignern wird oft gefordert, dass ausschließlich relative Angaben Verwendung finden dürfen, da man nie wisse welche Ausgabegeräte zum Einsatz kommen. In der Praxis erweisen sich hierbei jedoch diverse Probleme, wie die teilweise variierende und manchmal nicht nachvollziehbare Interpretation von relativen Angaben der unterschiedlichen Browser (z. B. die Interpretation der Angabe thin bei Rahmen durch den Internet Explorer bis Version 8).

„Hardliner empfehlen immer wieder, man solle ausschließlich relative Angaben verwenden […] Für die Praxis empfiehlt sich kein völliger Verzicht auf absolute Angaben, jedoch ein behutsamer Umgang damit.“

– Stefan Münz: Webseiten professionell erstellen, Seite 125, Kapitel 4.6.4 Maßangaben in CSS

Als weiteres Problem erweist sich die Farb­dar­stel­lung, das Er­schei­nungs­bild von Farb­ab­bil­dun­gen – die Farb­treue – ist so­wohl vom Mo­ni­tor-Gamma als auch dem ver­wen­de­ten Farb­raum ab­hän­gig. Zudem weisen die ver­schie­de­nen Panel-Arten der heute ge­bräuch­lichen TFT-Monitore stark va­ri­ie­ren­de Farb­qua­li­tä­ten auf. Gute Mo­ni­to­re liegen meist in hohen Preis­klassen und sind des­halb nicht sehr weit ver­brei­tet, ein Um­stand der bei CRT-Mo­ni­to­ren noch nicht so stark zum tragen kam.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Webdesign. (vom 23.10.2011)

 
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